88 unterschiedliche Schlafstörungen

Die Internationale Klassifikation der Schlafstörungen (ICSD-3)

Die moderne Schlafmedizin unterscheidet zwischen 88 Formen der Schlafstörung, die sie wiederum in sechs Hauptkategorien bündelt. Die zuletzt 2014 aktualisierte sog. Internationale Klassifikation der Schlafstörungen, Fachleute sprechen von der „ICSD-3“ (= International Classification of Sleep Disorders, 3. Version)[1], differenziert zwischen:

  1. Insomnien (Ein- und Durchschlafstörungen)
  2. Schlafbezogenen Atmungsstörungen (Obstruktives Schlafapnoe Syndrom etc.)
  3. Hypersomnien zentralnervösen Ursprungs (z.B. infolge organischer Erkrankungen oder Drogenmissbrauchs, Menstruationsbezogene Hypersomnie, Narkolepsie)
  4. Zirkadianen Rhythmusstörungen
  5. Parasomnien (z.B. Schlafwandeln, Alpträumen, Pavor nocturnus, Schlaflähmung, Schlafbezogene Essstörung)
  6. Schlafbezogenen Bewegungsstörungen (z.B. Syndrom der unruhigen Beine („Restless Legs-Syndrom“), Zähneknirschen (Bruxismus))

Normvarianten und ungelöste Probleme

Phänomene wie Schnarchen, Sprechen im Schlaf (Somniloquie), Einschlafzuckungen oder Lang- oder Kurzschlafen wertet die „ICSD-3“ übrigens als „Isolierte Symptome“, „offensichtliche Normvarianten“ oder „ungelöste Probleme“.

Zusätzlich ergänzt die „ICSD-3“ Schlafstörungen, die mit anderen organischen Erkrankungen einhergehen, z.B.

  • Refluxkrankheit (Gastroösophagealer Reflux)
  • Schlafbezogene Epilepsie
  • Schlafbezogene kardiale Ischämie

Ferner listet die ICSD-3 umgebungsbedingte Schlafstörungen – wie sie etwa bei Anwohner/innen in Flughafen- oder Bahnhofsnähe gehäuft auftreten.


[1] = Internationale Klassifikation der Schlafstörungen


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