Jetlag

Eine Frage von Zeitzone, Flugrichtung und Individuum

Zwar passt unser Organismus seine Tagesrhythmus-gebundenen Funktionen, etwa die Verdauung, die Temperaturregelung oder die Hormonausschüttung, schrittweise der neuen Ortszeit an. Je nach Anzahl der durchschrittenen Zeitzonen, der Flugrichtung und der individuellen Verfassung kann das allerdings bis zu 12 oder 14 Tage dauern: Maximal 12 Stunden Zeitunterschied sind möglich. Und im Durchschnitt benötigt unser Körper ungefähr einen Tag für die Bewältigung einer zeitlichen Differenz von 60 bis 90 Minuten.

Entscheidend für die Ausprägung des Jetlags ist vor allem auch die Flugrichtung: Fliegen wir von Ost nach West, z.B. von Köln nach Denver, verlängert sich der Tag um acht Stunden. Jetten wir in die andere Richtung, nach Osten, etwa von Köln nach Sydney, verkürzt sich der Tag um acht Stunden. Und darauf kann sich der Organismus ungleich schwerer einstellen – Schlafmediziner bezeichnen dieses Phänomen als „direktionale Asymmetrie“.  Typisch für Ostflüge sind übrigens Einschlafprobleme, für Westflüge Durchschlafstörungen.


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