Schlafapnoe

Gene, Geschlecht und BMI: Auslöser

Das Obstruktive Schlafapnoesyndrom tritt familiär gehäuft auf: Das Risiko verdoppelt sich, so mindestens ein Verwandter betroffen is und steigt synchron zur Anzahl der Erkrankungsfälle innerhalb einer Familie. Verantwortlich sind mutmaßlich genetisch fixierte Merkmale wie die Fettverteilung oder die Schädelform. Nicht unerheblich sind zudem ein hoher Body Mass Index (BMI) und das biologische Geschlecht: Zwar leiden Frauen viel häufiger unter einer Schlafapnoe als man früher glaubte. Doch können sich Frauen – sofern sie nicht übergewichtig sind – bis zur Menopause eines gewissen Schutzes erfreuen, da sich u.a.

  • die weibliche Körperfettverteilung i. d. R. auf den Hüftbereich konzentriert (seltener auf die oberen Atemwege)
  • bei Frauen seltener eine übergroße Zunge oder überlange Kiefer zu finden sind
  • das weibliche Hormon Progesteron als wichtiger Stimulus des Zungenmuskels Musculus genioglossus zu wirken scheint (und dieser Muskel – grob vereinfachend formuliert – die Atemwege weithält)

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