Schlafapnoe

Diabetes und Arteriosklerose: Folgen und Begleiterkrankungen

Unzureichend therapierte Apnoiker/innen mit mäßiger bis schwerer Verlaufsform haben ein dreifach höheres Sterblichkeitsrisiko. Die gesteigerte Tagesmüdigkeit kann das Berufs- und Privatleben massiv beeinträchtigen: Wegen ihrer permanenten Übermüdung isolieren sich viele Betroffene. Manche entwickeln eine Depression. Der drohende sog. Sekundenschlaf, also das kurzzeitige Einnicken gegen den eigenen Willen, kann insbesondere im Straßenverkehr weitreichende Folgen haben. Je nach Studie ist von einer drei- bis sechsfach erhöhten Unfallwahrscheinlichkeit auszugehen.

Ein regelrechter Teufelskreis wird über die Gewichtszunahme in Gang gesetzt: Einerseits begünstigt ein Zuviel an Körpergewicht die Entstehung eines Obstruktiven Schlafapnoe Syndroms. Andererseits trägt die Erkrankung zur Gewichtszunahme bei. Und das wiederum steigert möglichenfalls den Schweregrad des OSAS und die Wahrscheinlichkeit, einen Diabetes mellitus vom Typ 2 auszubilden, der zusätlich das bei Schlafapnoe ohnedies bestehende Arterioskleroserisiko forciert. Den Zusammenhang zwischen Diabetes Typ 2 und OSAS erforscht die Wissenschaft seit geraumer Zeit. Sie erklärt ihn u.a. über die negativen Auswirkungen permanenten Schlafmangels auf die Glukosetoleranz.


Schlafapnoe und Diabetes Typ 2

Ein Kapitel für sich

Dem wechselwirkungsreichen Zusammenhang zwischen Diabetes Typ 2 und OSAS ist die Wissenschaft schon seit geraumer Zeit auf der Spur. Beide Erkrankungen treten auffallend oft gemeinsam in Erscheinung: Ca. 25-40 Prozent der Diabetiker/innen leiden unter einem OSAS. Umgekehrt ist die Quote geringfügig niedriger. Woher die hohe Verschwisterungsrate rührt, wurde bislang nicht abschließend geklärt. Sehr häufig wird sie jedoch als Folge


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