Schnarchen

Eine Frage des Geschlechts?

Schnarchen wird durch eine ganze Reihe von Faktoren begünstigt: Alkohol, Beruhigungs- und Schlafmittel, Übergewicht, eine sehr große Zunge, ausgeprägte Gaumenmandeln, gutartige Wucherungen (Polypen), Erkältungen, allergischer Schnupfen, fortgeschrittenes Alter – und, kein Mythos, durch das Geschlecht: Zwar schnarchen immerhin stattliche 50 Prozent der Frauen während der Schwangerschaft (Forscher/innen begründen das u.a. mit der Gewichtszunahme). Im „Normalleben“ aber bestätigt sich das alte Klischee: Männer schnarchen deutlich häufiger als Frauen. Vor allem, wenn sie älter sind. Jenseits der 60 schnarcht mehr als die Hälfte, nämlich 60 Prozent der mitteleuropäischen Männer. Gleichwohl schnarchen in dieser Altersklasse immerhin auch etwa 40 Prozent der Frauen (Bevölkerungsdurchschnitt: ca. 20 Prozent). Die Ursache der Geschlechterdifferenz ist wissenschaftlich umstritten. Diskutiert werden u.a. die andersartige weibliche Fettverteilung im Halsbereich. Dass die Schnarch-Wahrscheinlichkeit mit zunehmendem Alter sowohl bei Männern als auch bei Frauen steigt, wird großenteils auf die altersgebundene, abnehmende Elastizität des Gewebes im Rachenraum zurückgeführt.


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