Restless Legs Syndrom (RLS)

Das fehldiagnostizierte Leiden

Das Restless Legs Syndrom (RLS), das „Syndrom der ruhelosen Beine“, zählt zu den häufigsten sog. schlafbezogenen Bewegungsstörungen*: Vier bis acht Millionen Frauen und Männer sind alleine in Deutschland betroffen. Zugleich gehört das Restless-Legs-Syndrom zu den verbreitetsten neurologischen Erkrankungen. Und – lange Zeit – zu den unbekanntesten bzw. meistfehldiagnostizierten: Nur selten wird es direkt beim ersten Arztbesuch korrekt diagnostiziert. Dabei können RLS-Patient/innen unter einem erheblichen Leidensdruck stehen: Ihr Schlaf ist oftmals gravierend gestört und verkürzt. Müdigkeit und Erschöpfungsgefühle werden zu ständigen Begleitern. Bleibt ein ausgeprägtes RLS unentdeckt, kann es das Berufs- und Privatleben massiv beeinträchtigen: Zur dauerhaft erhöhten Tagesmüdigkeit gesellen sich klassische Symptome wie Abgeschlagenheit, Konzentrationsmangel oder Gereiztheit. Manchmal schwindet die Leistungsfähigkeit – und die Lebensfreude: Im Extremfall kapseln sich die Betroffenen ab und entwickeln Symptome einer Angststörung oder Depression.


*Schlafbezogene  Bewegungsstörungen sind relativ geläufig. Zu dieser Gruppe der Schlafstörungen gehört u.a. auch das nächtliche Zähneknirschen (Bruxismus). Es findet sich immerhin bei rund 17 Prozent der Jugendlichen, und bei 3 Prozent der Männer und Frauen jenseits des 60. Lebensjahres.


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