Wie wir schlafen

Auch späte Vögel fangen Würmer: Früh- oder Spättyp?

In unserer westlichen Gesellschaft trifft man doppelt häufiger auf Morgen- als auf Abendtypen. Allerdings gehören die meisten der Gruppe der Mischtypen an. Sollte man dennoch als waschechter Abendtyp (auch Eule genannt) bzw. als Frühtyp (sog. Lerche) durchs Leben schreiten, hat das mit mangelnder Disziplin oder Ausdauer wenig zu tun. Verantwortlich sind die Gene: Bereits Babys lassen differente Schlaf-Wach-Rhythmen erkennen. Zudem bestätigt die Zwillingsforschung eine mutmaßliche Dominanz angeborener Faktoren. Für die oft verspotteten Spätstarter gibt’s trotzdem einen kleinen Trost. Im Laufe des Lebens kann sich der zirkadiane Rhythmus nach vorne verschieben: Je älter ein Kollektiv, desto eher trifft man auf Morgentypen – und je jünger ein Kollektiv, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, Spättypen anzutreffen.

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Napoleon contra Einstein

Kurz- oder Langschläfer?

Napoleon Bonaparte und Albert Einstein werden gerne zu Extremschläfern stilisiert: Angeblich schloss Napoleon pro Nacht maximal vier Stunden die Augen, Albert Einstein zwölf. Ob der streitbare französische Feldherr wegen seines chronischen Schlafmangels nicht in Wahrheit regelmäßig bei bedeutenden Terminen selig wegnickte, findet sich leider nirgendwo dokumentiert, ist aber ziemlich wahrscheinlich: Wie viel Schlaf braucht der Mensch?