Schlafphasen und Schlafarchitektur

Immer schön nach Plan

Schlaf ist alles andere als ein amorpher, statischer Zustand: Während wir schlafen, durchlaufen wir mehrere Schlafstadien. Sie verhalten sich zueinander so unterschiedlich wie Schlafen und Wachen.

Die Deutsche Gesellschaft für Schlafmedizin (DGSM) und die American Acedemy of Sleep Medicine (Amerikanische Akademie für Schlafmedizin, AASM) differenzieren zwischen fünf Schlafstadien:

  • Stadium W (wach)
  • Stadium N1 – transienter Leichtschlaf (Non Rapid Eye Movement[1]1: NREM 1)
  • Stadium N2 – stabiler Leichtschlaf (NREM 2)
  • Stadium N3 – Tiefschlaf (NREM 3 + NREM 4)
  • Stadium R – Rem- bzw. Traumschlaf (REM)

Zusammen bilden die Schlafstadien einen etwa 70- bis 110-minütigen Zyklus, der sich – vom abendlichen Einnicken bis zum morgendlichen Erwachen – bis zu fünfmal pro Nacht wiederholt. Schlafmediziner/innen bezeichnen diese Abfolge als „Schlafarchitektur“. Die Zusammensetzung der Zyklen variiert im Laufe der Nacht: Der Tiefschlaf beispielsweise, derbei gesunden Menschen etwa 15-20% der Gesamtschlafdauer beansprucht, bleibt – im Normalfall – auf die erste Nachthälfte beschränkt. Parallel nehmen die Leichtschlafphasen zu. Insgesamt machen sie ca. 50 % des Nachtschlafs aus.


[1] „Non Rapid Eye Movement“ bedeutet wörtlich „keine schnellen Augenbewegungen“. Dieses Stadium wird als Gegenstück zum „Stadium R“, dem sog. Traum- bzw. REM-Schlaf begriffen, der durch schnelle Augenbewegungen charakterisiert ist. Früher nahm man an, die schnellen Augenbewegungen während des REM-Schlafes ergäben sich aus der Verfolgung von Traumbildern. Heute wird diese Theorie angezweifelt.


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