Zirkadianer Rhythmus

Untertanen der inneren Uhr

Schlaf wirkt am Tage weniger erholsam. Umgekehrt fällt uns die Arbeit bei Nacht schwerer. Wir können unsere Aktivitäts- und Schlafphasen nicht beliebig austauschen. Die innere Uhr diktiert uns ihre eigenen Regeln. Großenteils ist unsere Wachheit an Helligkeit, unsere Schläfrigkeit an Dunkelheit gekoppelt. Erblindete Menschen leider daher signifikant häufiger an einer Störung des Schlaf-Wach-Rhythmus‘. Sogar Einzeller unterliegen einem zirkadianen Rhythmus. Dieser schreibt jedoch nicht zwingend Tagesaktivität vor: Nager beispielsweise sind bekanntlich umgekehrt gepolt – nämlich nachtaktiv.

Tagtäglich sind wir dem sogenannten zirkadianen Rhythmus ausgesetzt. Er schreibt uns vor, ungefähr im 24-Stunden-Takt zu ruhen und zu wachen. Sein Taktgeber, die innere Uhr, wird „zirkadianer Schrittmacher“ genannt. Ein winziger, im Zwischenhirn sitzender Zellhaufen, der so genannte „suprachiasmatische Nucleus“ (SCN), leitet Signale an das Gehirn und animiert die Organe zur Hochleistung oder zwingt sie in die Ruhepause – je nach Tageszeit und Organ.


Zurück zur Hauptseite